Frieden Kommt

Frieden kommt

Frieden kommt.
Frieden geht.
Hass entsteht.

Krieg kommt.
Krieg geht.
Leid und Tod sind schon dort.
Der Frieden – der ist fort.

Wie konnte es so weit kommen?
Wer hat den ersten Stein geworfen?
Wer hat beschlossen, dass das Leben eines Menschen
weniger wert ist als Macht, Geld oder Stolz?

Am Himmel ziehen keine weißen Wolken mehr.
Dort kreisen Rauch und Angst.
Der Wind trägt keine Lieder,
sondern Sirenen, Schreie
und das Schweigen derer,
die nie wieder nach Hause kommen.

Kinder lernen,
was kein Kind jemals lernen sollte.
Sie kennen den Klang von Explosionen
besser als das Lachen auf einem Spielplatz.
Sie malen keine Regenbogen mehr,
sondern Häuser ohne Dächer,
Fenster ohne Licht
und Herzen voller Sehnsucht.

Mütter warten.
Väter hoffen.
Großeltern beten.
Geschwister zählen die Tage,
bis vielleicht jemand zurückkehrt.
Doch manche Türen bleiben für immer geschlossen.

Jeder Krieg beginnt mit Worten.
Mit Hass.
Mit Lügen.
Mit dem Glauben, stärker zu sein als der andere.
Doch jeder Krieg endet gleich:
mit Tränen,
mit Gräbern,
mit Fragen,
auf die niemand eine Antwort kennt.

Frieden kommt.
Frieden geht.
Hass entsteht.

Krieg kommt.
Krieg geht.
Leid und Tod sind schon dort.
Der Frieden – der ist fort.

Was nützt ein Sieg,
wenn am Ende alle verlieren?
Was nützt eine Fahne im Wind,
wenn darunter Menschen sterben?
Was nützt ein Triumph,
wenn kein Kind mehr lachen kann?

Die Erde kennt keine Grenzen.
Sie trägt uns alle.
Der Himmel unterscheidet nicht
zwischen Sprachen, Religionen oder Hautfarben.
Er weint seinen Regen
über jedes zerstörte Dorf,
über jede Stadt,
über jedes einzelne Schicksal.

Vielleicht beginnt Frieden
nicht in den großen Palästen,
nicht an langen Verhandlungstischen,
nicht durch laute Reden.

Vielleicht beginnt Frieden
in einem einzigen Menschen,
der den Hass nicht weitergibt.
In einer ausgestreckten Hand.
In einem Wort der Versöhnung.
In dem Mut zu sagen:
„Genug.“

Denn Hass wächst schnell.
Liebe wächst langsam.
Doch ihre Wurzeln reichen tiefer.

Vergesst nicht die Namen derer,
die ihre Zukunft verloren haben.
Vergesst nicht die Augen der Kinder,
die zu früh erwachsen werden mussten.
Vergesst nicht die Menschen,
die ihre Heimat nur noch in ihren Erinnerungen tragen.

Frieden ist kein Geschenk.
Er ist eine Entscheidung.
Jeden Tag.
Bei jedem Menschen.

Frieden kommt.
Frieden geht.
Doch solange es Herzen gibt,
die sich gegen den Hass entscheiden,
ist Hoffnung nicht verloren.

Denn solange ein Mensch einem anderen die Hand reicht,
solange jemand statt Hass Mitgefühl wählt,
solange eine Kerze heller brennt als die Dunkelheit,
lebt der Frieden weiter.

Und vielleicht...

kommt eines Tages der Frieden,
bleibt bei uns,
und geht nie wieder fort.

 

DCA1982(C)2026

 

 

 

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